Tattoo & PMU Entfernung
Tattoo und Permanent Make up Pigmente werden präzise mit dem Laser behandelt und über mehrere Sitzungen schrittweise aufgehellt.
Tattoos und Permanent Make-up bestehen aus künstlich eingebrachten Pigmenten, die dauerhaft in der Haut verbleiben sollen. Soll ein Tattoo entfernt, deutlich aufgehellt oder für eine spätere Überarbeitung vorbereitet werden, können spezialisierte Lasersysteme eingesetzt werden. Dabei reagiert nicht jedes Pigment gleich. Farbe, Zusammensetzung, Dichte, Tiefe und Alter der Pigmentierung beeinflussen, wie gut sie auf die Behandlung anspricht. In der Clinic Selnau in Zürich wird deshalb vor jeder Tattoo- oder PMU-Entfernung beurteilt, welche Pigmente vorliegen, wie sie in der Haut verteilt sind und welches Behandlungsziel realistisch ist.
Unser Ansatz
Laserbehandlungen zur Pigmententfernung funktionieren nicht nach einem einheitlichen Schema.
Schwarze Tattoo-Pigmente verhalten sich anders als rote, blaue oder grüne Farben. Permanent Make-up kann wiederum Pigmentmischungen enthalten, deren Reaktion auf Laserenergie schwieriger vorhersehbar ist. Auch professionelle und amateurgestochene Tattoos können sich hinsichtlich Pigmentmenge und Tiefe deutlich unterscheiden.
Deshalb beginnt die Behandlung nicht mit der maximal möglichen Energie. Entscheidend ist, das vorhandene Pigment möglichst gezielt anzusprechen und gleichzeitig das umliegende Gewebe zu schonen. Nicht jedes Pigment reagiert gleich. Farbe, Zusammensetzung und Tiefe bestimmen, wie eine Laserbehandlung geplant werden muss.
Wie funktioniert die Tattooentfernung mit Laser?
Bei der Laserbehandlung werden sehr kurze Energieimpulse gezielt auf das Tattoo-Pigment abgegeben.
Das Pigment nimmt die Energie auf und wird dabei in kleinere Partikel zerlegt. Diese Pigmentbestandteile werden anschliessend schrittweise über körpereigene Prozesse abtransportiert. Das Tattoo verschwindet deshalb nicht unmittelbar nach der Behandlung. Die sichtbare Aufhellung entwickelt sich über die folgenden Wochen.
Dieser biologische Abbauprozess ist ein wesentlicher Grund dafür, weshalb zwischen den einzelnen Sitzungen ausreichend Zeit liegen sollte.
Welche Tattoos können behandelt werden?
Grundsätzlich können viele unterschiedliche Tattoos für eine Laserbehandlung infrage kommen. Dazu gehören beispielsweise:
- Professionelle Tattoos
- Amateur-Tattoos
- Schwarze Tattoos
- Mehrfarbige Tattoos
- Kleine und grössere Tätowierungen
- Ältere Tattoos
- Tattoos zur vollständigen Aufhellung
- Tattoos zur Vorbereitung auf ein Cover-up
- Permanent Make-up
- Microblading und andere kosmetische Pigmentierungen
Wie gut eine Behandlung möglich ist, hängt von den verwendeten Pigmenten und der individuellen Haut ab.
Farbe & Pigment
Die Farbe eines Tattoos beeinflusst wesentlich, welche Laserenergie vom Pigment aufgenommen werden kann.
Dunkle Pigmente reagieren auf andere Wellenlängen als bestimmte rote, grüne oder blaue Pigmente. Bei mehrfarbigen Tattoos können deshalb unterschiedliche Behandlungsparameter oder Wellenlängen notwendig sein. Auch innerhalb derselben sichtbaren Farbe können unterschiedliche Pigmentzusammensetzungen vorhanden sein.
Die sichtbare Farbe allein erlaubt deshalb nicht immer eine vollständige Vorhersage des Behandlungsverlaufs.
Tattoo oder Permanent Make-up?
Permanent Make-up unterscheidet sich in mehreren Punkten von klassischen Tätowierungen.
Pigmente werden häufig oberflächlicher eingebracht und bestehen teilweise aus komplexen Farbmischungen. Dadurch kann ihre Reaktion auf Laserenergie anders ausfallen als bei einem klassischen Tattoo. Besonders wichtig ist, dass sich bestimmte kosmetische Pigmente unter Laserbehandlung zunächst unerwartet verfärben beziehungsweise verdunkeln können.
Deshalb muss Permanent Make-up vor einer grossflächigen Behandlung besonders sorgfältig beurteilt werden. PMU ist nicht einfach ein kleines Tattoo. Die verwendeten Pigmente können sich unter Laserenergie anders verhalten und benötigen eine entsprechend angepasste Planung.
PMU an Augenbrauen
Permanent Make-up beziehungsweise Microblading an den Augenbrauen kann sich im Laufe der Zeit verändern.
Farbe, Form oder Position können nicht mehr den eigenen Vorstellungen entsprechen. Eine Laserbehandlung kann eingesetzt werden, um geeignete Pigmente schrittweise aufzuhellen. Das Ziel muss dabei nicht immer die vollständige Entfernung sein. In manchen Situationen genügt eine kontrollierte Aufhellung, um später ein neues Permanent Make-up & Medizinische Pigmentierung zu ermöglichen. Entfernung und erneute Pigmentierung sollten deshalb als aufeinander abgestimmte Behandlungsschritte geplant werden.
Vollständige Entfernung oder Aufhellung?
Nicht jedes Tattoo muss vollständig entfernt werden.
Manche Patientinnen und Patienten wünschen eine möglichst weitgehende Entfernung. Andere möchten das bestehende Tattoo lediglich so weit aufhellen, dass anschliessend ein Cover-up möglich ist. Auch bei Permanent Make-up kann eine partielle Aufhellung ausreichend sein, bevor eine neue Pigmentierung erfolgt. Das gewünschte Endergebnis beeinflusst deshalb die Anzahl und Intensität der Behandlungen.
Wie viele Sitzungen sind notwendig?
Die notwendige Anzahl der Sitzungen lässt sich nicht allein anhand der Grösse eines Tattoos bestimmen. Relevant sind unter anderem:
- Farbe
- Pigmentzusammensetzung
- Pigmentdichte
- Tiefe
- Alter des Tattoos
- Professionelle oder amateurhafte Pigmentierung
- Behandlungsregion
- Hauttyp
- Individuelle Reaktion
- Gewünschter Grad der Aufhellung
Ein Tattoo kann sich bereits nach einzelnen Sitzungen sichtbar verändern, während andere Pigmente deutlich mehr Behandlungen benötigen. Eine genaue Anzahl lässt sich deshalb vor Beginn der Behandlung nicht garantieren.
Warum braucht es Pausen zwischen den Behandlungen?
Der Laser behandelt das Pigment während der Sitzung. Die anschliessende Aufhellung entsteht jedoch zu einem wesentlichen Teil während der folgenden Wochen.
Der Körper benötigt Zeit, um behandelte Pigmentpartikel abzubauen, und das Gewebe muss sich regenerieren. Eine unmittelbar folgende weitere Behandlung beschleunigt diesen biologischen Prozess nicht automatisch. Ausreichende Abstände sind deshalb Teil des Behandlungskonzepts.
Mehr Behandlungen in kürzerer Zeit bedeuten nicht automatisch eine schnellere Entfernung. Die Haut und der Pigmentabbau benötigen Zeit.
Hauttyp & Sicherheit
Auch bei der Tattooentfernung muss das natürliche Pigment der Haut berücksichtigt werden.
Laserenergie soll möglichst gezielt vom Tattoo-Pigment aufgenommen werden. Bei stärker pigmentierten oder gebräunten Hauttypen kann jedoch auch das natürliche Melanin der Haut einen Teil der Energie absorbieren. Dadurch können sich die möglichen Behandlungsparameter und das Risiko von Pigmentverschiebungen verändern. Hauttyp und Sonnenexposition werden deshalb bei jeder Behandlung berücksichtigt.
Tattoo-Pigment oder Pigmentfleck?
Künstlich eingebrachte Pigmente und natürlich entstandene Pigmentveränderungen sind nicht dasselbe.
Sonnenbedingte oder andere natürliche Pigmentierungen & Pigmentflecken benötigen eine andere diagnostische und therapeutische Beurteilung. Bei Tattoos und Permanent Make-up ist bekannt, dass Pigment künstlich in die Haut eingebracht wurde. Bei einer neu entstandenen dunklen Hautveränderung muss dagegen zunächst geklärt werden, worum es sich handelt, bevor eine Laserbehandlung durchgeführt wird.
Vorbereitung auf die Behandlung
Vor der Behandlung wird die zu behandelnde Region beurteilt.
Intensive Sonnenexposition und aktive Bräunung sollten entsprechend den individuellen Empfehlungen vermieden werden. Die Haut sollte zum Zeitpunkt der Behandlung möglichst reizfrei sein. Bestehen Entzündungen, offene Hautstellen oder andere akute Veränderungen im Behandlungsbereich, kann es sinnvoll sein, die Sitzung zu verschieben. Bei Permanent Make-up können je nach Pigment und Ausgangssituation zusätzliche Vorsichtsmassnahmen beziehungsweise eine Testbehandlung sinnvoll sein.
Die Behandlung
Während der Sitzung werden kurze Laserimpulse gezielt auf die pigmentierten Bereiche abgegeben.
Die Behandlung wird systematisch über das gewünschte Areal durchgeführt. Wie sich die Behandlung anfühlt, hängt von Region, Grösse, Pigmentdichte und individueller Empfindlichkeit ab. Die Dauer richtet sich hauptsächlich nach der Grösse und Komplexität der zu behandelnden Pigmentierung. Bei mehrfarbigen Tattoos kann die Behandlung zusätzlich an die unterschiedlichen Farben angepasst werden.
Nach der Behandlung
Unmittelbar nach einer Laserbehandlung kann die Haut deutlich reagieren.
Vorübergehende Rötung und Schwellung sind möglich. Je nach Behandlung können auch oberflächliche Hautreaktionen auftreten. Die behandelte Region benötigt anschliessend Zeit zur Regeneration. Die Pigmente werden nicht unmittelbar vollständig verschwinden. Die eigentliche Aufhellung entwickelt sich schrittweise über die folgenden Wochen. Die genaue Nachbehandlung wird entsprechend der behandelten Region und Hautreaktion festgelegt.
Narben & bestehende Hautveränderungen
Ein Tattoo kann bereits vor der Laserbehandlung Narben oder strukturelle Veränderungen enthalten.
Diese können beispielsweise durch das ursprüngliche Tätowieren entstanden sein. Eine erfolgreiche Entfernung des Pigments bedeutet nicht automatisch, dass bestehende Narben verschwinden. Bleiben nach der Pigmentreduktion relevante strukturelle Veränderungen zurück, können diese separat im Bereich Narben & Aknenarben beurteilt werden. Ein Laser Skin Resurfacing kann bei ausgewählten strukturellen Veränderungen eine zusätzliche Option darstellen.
Kann ein Tattoo vollständig entfernt werden?
Eine vollständige Entfernung kann nicht bei jedem Tattoo garantiert werden.
Einige Pigmente reagieren sehr gut auf die Behandlung. Andere können deutlich widerstandsfähiger sein oder trotz mehrerer Sitzungen teilweise sichtbar bleiben. Auch Farbveränderungen, Pigmentverschiebungen oder sogenannte Ghost Images können vorkommen.
Deshalb ist eine realistische Einschätzung des möglichen Ergebnisses wichtiger als das Versprechen einer vollständigen Entfernung.
Das Ziel ist eine möglichst kontrollierte Pigmentreduktion. Wie weit diese möglich ist, bestimmt das vorhandene Pigment und seine Reaktion auf die Behandlung.
Risiken & mögliche Pigmentveränderungen
Laserbehandlungen können vorübergehende und in seltenen Fällen länger anhaltende Hautveränderungen verursachen.
Dazu gehören insbesondere Veränderungen der natürlichen Pigmentierung. Die behandelte Haut kann vorübergehend heller oder dunkler erscheinen. Auch Narbenbildung ist möglich, insbesondere wenn Hautreaktionen, individuelle Veranlagung oder andere Risikofaktoren zusammenkommen. Bei Permanent Make-up besteht zusätzlich die Möglichkeit einer unerwarteten Farbveränderung des Pigments. Diese Risiken werden vor der Behandlung entsprechend der individuellen Ausgangssituation besprochen.
Andere Laserbehandlungen
Die Tattoo & PMU Entfernung ist Teil des Bereichs Haut & Laser, unterscheidet sich jedoch grundlegend von anderen Laserbehandlungen.
Bei Pigmentierungen & Pigmentflecken wird natürliches Hautpigment behandelt. Rötungen & Gefässlaser richten sich gegen vaskuläre Strukturen. Die Laser Haarentfernung nutzt das Pigment des Haares, um den Haarfollikel zu behandeln. Bei Narben & Aknenarben und beim Laser Skin Resurfacing stehen Hautstruktur und kontrollierte Regeneration im Mittelpunkt. Die Zielstruktur bestimmt deshalb, welche Lasertechnologie eingesetzt wird.
Langfristiges Ergebnis
Ein erfolgreich behandeltes Tattoo bildet nicht von selbst neues Tattoo-Pigment.
Wie viel Pigment nach Abschluss einer Behandlungsserie sichtbar bleibt, hängt jedoch von der individuellen Ausgangssituation ab. Auch Veränderungen der natürlichen Hautpigmentierung können das Erscheinungsbild während des Behandlungsverlaufs beeinflussen.
Soll nach einer PMU-Entfernung erneut pigmentiert werden, sollte die Haut zunächst vollständig abgeheilt und das Ergebnis der Aufhellung ausreichend stabil sein. Erst danach kann ein neues Permanent Make-up & Medizinische Pigmentierung geplant werden.
Beratung
Im persönlichen Beratungsgespräch in der Clinic Selnau in Zürich beurteilen wir Tattoo beziehungsweise Permanent Make-up, Farbe, Pigmentdichte, Hauttyp und die gewünschte Veränderung.
Wir besprechen, ob eine möglichst weitgehende Entfernung oder eine kontrollierte Aufhellung das Ziel ist. Bei Permanent Make-up berücksichtigen wir besonders die Möglichkeit unerwarteter Pigmentreaktionen und planen die Behandlung entsprechend vorsichtig.
Soll später erneut pigmentiert werden, kann die Behandlung mit Permanent Make-up & Medizinischer Pigmentierung zeitlich abgestimmt werden. Bestehen nach der Pigmentreduktion strukturelle Hautveränderungen oder Narben, können diese separat im Bereich Narben & Aknenarben beziehungsweise Laser Skin Resurfacing beurteilt werden.
Wir besprechen die voraussichtlich notwendigen Sitzungen, Behandlungsabstände, mögliche Hautreaktionen, Nachbehandlung sowie Grenzen und Risiken.
Ziel ist nicht, eine bestimmte Anzahl an Sitzungen oder eine vollständige Entfernung zu versprechen. Es geht darum, das vorhandene Pigment kontrolliert und schrittweise zu reduzieren und dabei die umgebende Haut bestmöglich zu schonen.
