Chemische Peelings

Chemische Peelings

Kontrollierte Peelings unterstützen die Hauterneuerung und können Hautstruktur, Klarheit und einen unregelmässigen Teint gezielt verbessern.

Die Haut erneuert sich kontinuierlich. Abgestorbene Hautzellen, Verhornungen, erhöhte Talgproduktion und Pigmentveränderungen können jedoch dazu führen, dass die Haut unregelmässig, fahl oder unrein erscheint. Chemische Peelings nutzen sorgfältig ausgewählte Wirkstoffe, um definierte Schichten der Haut kontrolliert zu exfolieren und Erneuerungsprozesse zu unterstützen. Peelings unterscheiden sich erheblich in Wirkstoff, Konzentration und Eindringtiefe. In der Clinic Selnau in Zürich wählen wir das Peeling deshalb entsprechend dem Hauttyp, dem aktuellen Hautzustand und dem gewünschten Behandlungsziel aus.

Chemische Peelings — Clinic Selnau Zürich

Unser Ansatz

Ein chemisches Peeling ist keine standardisierte Behandlung.

Je nach Wirkstoff und Intensität kann ein Peeling sehr oberflächlich wirken oder deutlich stärkere Hautreaktionen auslösen. Entscheidend ist deshalb nicht, möglichst intensiv zu behandeln. Die Stärke der Behandlung muss zur Haut und zum gewünschten Ergebnis passen.

Das stärkste Peeling ist nicht automatisch das beste. Entscheidend ist die richtige Intensität für die jeweilige Haut.

Für welche Haut eignen sich Chemische Peelings?

Je nach Zusammensetzung können Chemische Peelings bei unterschiedlichen Hautbedürfnissen eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • Fahler oder unregelmässiger Teint
  • Oberflächliche Verhornung
  • Unreine Haut
  • Erhöhte Talgproduktion
  • Vergrössert wirkende Poren
  • Unregelmässige Hautstruktur
  • Ausgewählte oberflächliche Pigmentveränderungen
  • Feine Linien
  • Lichtbedingte Hautveränderungen

Nicht jede dieser Veränderungen benötigt dieselbe Art von Peeling. Die Indikation bestimmt Wirkstoff und Intensität.

Wie funktioniert ein Chemisches Peeling?

Bei einem chemischen Peeling werden ausgewählte Wirkstoffe kontrolliert auf die Haut aufgetragen.

Diese beeinflussen die Verbindungen zwischen oberflächlichen Hautzellen und können dadurch eine gezielte Exfoliation auslösen. Abhängig von Wirkstoff und Konzentration werden unterschiedliche Hautschichten erreicht. Während der anschliessenden Regenerationsphase erneuert sich die behandelte Hautoberfläche. Das sichtbare Ergebnis entwickelt sich je nach Intensität über unterschiedliche Zeiträume.

Unterschiedliche Peeling-Tiefen

Chemische Peelings unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Wirkungstiefe.

Oberflächliche Peelings können mit vergleichsweise geringer Regenerationszeit verbunden sein und eignen sich insbesondere für eine kontrollierte Exfoliation und Verbesserung des oberflächlichen Hautbildes. Intensivere Peelings erzeugen eine stärkere Hautreaktion und benötigen entsprechend mehr Regenerationszeit.

Nicht jede Haut eignet sich für jede Behandlungstiefe. Hauttyp, Pigmentierung, Empfindlichkeit und Behandlungsziel müssen deshalb gemeinsam berücksichtigt werden.

Peelings bei unreiner Haut

Bei erhöhter Talgproduktion, Verhornung und ausgewählten Formen unreiner Haut können bestimmte Peeling-Wirkstoffe sinnvoll sein.

Sie können dazu beitragen, die Hautoberfläche zu exfolieren und Verhornungen zu reduzieren. Bei ausgeprägter entzündlicher Akne muss jedoch zunächst beurteilt werden, ob eine medizinische Behandlung erforderlich ist. Ein kosmetisches Peeling ersetzt keine notwendige dermatologische Therapie. Bleiben nach einer Akne strukturelle Veränderungen zurück, können diese separat unter Narben & Aknenarben beurteilt werden.

Peelings bei Pigmentierungen

Bestimmte oberflächliche Pigmentveränderungen können durch geeignete Peelings beeinflusst werden.

Zunächst muss jedoch geklärt werden, welche Form der Pigmentierung vorliegt. Nicht jede Pigmentierung reagiert gleich, und eine zu intensive Behandlung kann insbesondere bei entsprechender Veranlagung selbst Pigmentverschiebungen auslösen. Für ausgeprägtere oder klar definierte Veränderungen kann eine gezielte Behandlung unter Pigmentierungen & Pigmentflecken sinnvoller sein.

Chemisches Peeling oder HydraFacial?

Ein HydraFacial kombiniert Reinigung, Extraktion, Exfoliation und Feuchtigkeitsversorgung.

Bei einem chemischen Peeling steht die kontrollierte Wirkung ausgewählter chemischer Substanzen auf die Hauterneuerung stärker im Fokus. Wenn Reinigung und Hydration das Hauptziel sind, kann HydraFacial sinnvoll sein. Stehen Verhornung, Hauterneuerung oder ein unregelmässiger Teint stärker im Vordergrund, kann ein chemisches Peeling geeigneter sein.

Chemisches Peeling oder Microneedling?

Microneedling setzt einen mechanischen regenerativen Reiz durch kontrollierte Mikrokanäle.

Chemische Peelings arbeiten dagegen über die gezielte Wirkung ausgewählter Substanzen auf definierte Hautschichten. Bei oberflächlicher Verhornung und ausgewählten Veränderungen des Teints kann ein Peeling im Vordergrund stehen. Bei strukturellen Hautveränderungen, feinen Linien oder ausgewählten Narben kann Microneedling stärker im Vordergrund stehen. Beide Verfahren können unterschiedliche Aufgaben innerhalb eines langfristigen Hautkonzepts erfüllen.

Chemische Peelings & Laser

Für ausgeprägtere strukturelle oder pigmentierte Veränderungen können laserbasierte Verfahren eine Alternative darstellen.

Laser Skin Resurfacing ermöglicht beispielsweise eine kontrollierte Behandlung definierter Hautschichten bei strukturellen und ausgewählten altersbedingten Veränderungen. Für klar definierte Pigmentierungen & Pigmentflecken können pigmentgerichtete Technologien sinnvoll sein.

Peeling und Laser sollten jedoch nicht unkritisch miteinander kombiniert werden. Die Haut benötigt zwischen intensiveren Behandlungen ausreichend Zeit zur Regeneration.

Vorbereitung

Vor einem chemischen Peeling wird die Haut beurteilt.

Dabei sind unter anderem aktuelle Hautpflege, verwendete Wirkstoffe, frühere Behandlungen, Sonnenexposition und individuelle Empfindlichkeit relevant. Bestimmte aktive Pflegeprodukte können vor einer intensiveren Behandlung pausiert werden müssen. Die konkrete Vorbereitung hängt von Art und Tiefe des geplanten Peelings ab.

Die Behandlung

Die Haut wird zunächst vorbereitet und gereinigt.

Anschliessend wird der ausgewählte Peeling-Wirkstoff kontrolliert aufgetragen. Ein Wärmegefühl, Kribbeln oder Brennen kann je nach verwendeter Substanz und Intensität auftreten. Die Einwirkzeit und weitere Behandlung richten sich nach dem jeweiligen Peeling. Zum Abschluss wird die Haut entsprechend versorgt und geschützt.

Regeneration & Ausfallzeit

Die Regenerationszeit hängt wesentlich von der Intensität des Peelings ab.

Nach oberflächlichen Behandlungen kann die Haut lediglich leicht gerötet oder empfindlicher sein. Bei intensiveren Peelings können Trockenheit, ein Spannungsgefühl und sichtbare Abschuppung auftreten. Diese Hautreaktion ist Teil des kontrollierten Erneuerungsprozesses. Die Haut sollte während dieser Phase besonders schonend behandelt werden.

Sonne & Hautschutz

Nach einem chemischen Peeling kann die Haut vorübergehend empfindlicher gegenüber UV-Strahlung sein.

Konsequenter Sonnenschutz ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Nachbehandlung. Auch vor intensiveren Peelings sollte starke Sonnenexposition vermieden werden. Dies ist insbesondere bei Hauttypen relevant, die zu Pigmentverschiebungen neigen.

Eine Behandlung oder mehrere Sitzungen?

Ob eine einzelne Behandlung oder eine Serie sinnvoll ist, hängt vom Hautzustand und vom verwendeten Peeling ab.

Oberflächliche Peelings können in geeigneten Abständen wiederholt werden. Bei intensiveren Verfahren können längere Regenerationsphasen notwendig sein. Deshalb wird die Behandlung nicht nach einem starren Schema geplant. Entscheidend ist die Reaktion der Haut.

Ergebnis

Nach abgeschlossener Regeneration kann die Haut glatter, klarer und gleichmässiger erscheinen.

Das Ausmass der Veränderung hängt von Ausgangssituation, Wirkstoff und Behandlungstiefe ab. Ein chemisches Peeling kann die Hautqualität verbessern, verändert jedoch nicht sämtliche strukturellen oder pigmentierten Hautveränderungen.

Eine kontrollierte Hauterneuerung bedeutet nicht, möglichst viel Haut abzutragen. Sie bedeutet, genau die Intensität zu wählen, die für das gewünschte Ergebnis sinnvoll ist.

Langfristige Hautqualität

Chemische Peelings können als einzelne Behandlung oder als Teil eines längerfristigen Hautkonzepts eingesetzt werden.

Zwischen den Behandlungen spielen tägliche Hautpflege und Sonnenschutz eine wichtige Rolle. Innerhalb der Medizinischen Kosmetik können je nach Hautzustand auch HydraFacial, Microneedling oder individuell abgestimmte medizinische Gesichtsbehandlungen sinnvoll sein. Verändert sich die Haut, kann auch das Behandlungskonzept angepasst werden.

Beratung

Vor einem chemischen Peeling beurteilen wir Hauttyp, Hautzustand und das gewünschte Behandlungsziel in der Clinic Selnau in Zürich.

Wir entscheiden, welche Art und Intensität des Peelings zur jeweiligen Haut passt und welche Regenerationszeit zu erwarten ist. Bestehen ausgeprägtere Pigmentierungen, Narben oder strukturelle Hautveränderungen, prüfen wir, ob eine Behandlung aus dem Bereich Haut & Laser sinnvoller oder eine sinnvolle Ergänzung ist.

Wir besprechen Vorbereitung, Hautpflege, Sonnenschutz, mögliche Hautreaktionen und sinnvolle Behandlungsintervalle.

Ziel ist nicht das intensivste Peeling. Es ist eine kontrollierte Hauterneuerung, die zur Haut und zum gewünschten Ergebnis passt.

Medizinisch geprüft

Diese Seite wurde von Dr. med. Simon Zimmermann, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, geprüft und freigegeben. Die Inhalte entsprechen aktuellen klinischen Standards.

Clinic Selnau — Zürich, Switzerland