Botulinumtoxin

Botulinumtoxin

Mimikbedingte Falten werden gezielt gemildert und die Gesichtsmuskulatur sanft ausbalanciert, ohne den natürlichen Ausdruck zu verändern.

Unsere Mimik entsteht durch das Zusammenspiel zahlreicher Gesichtsmuskeln.

Botulinumtoxin — Clinic Selnau Zürich

Beim Lachen, Stirnrunzeln oder Zusammenziehen der Augenbrauen bewegt sich die Haut immer wieder entlang derselben Linien. Mit der Zeit können dadurch mimische Falten auch in Ruhe zunehmend sichtbar werden.

Botulinumtoxin kann die Aktivität ausgewählter Muskeln vorübergehend reduzieren.

Dabei geht es nicht darum, das Gesicht möglichst unbeweglich zu machen.

In der Clinic Selnau in Zürich planen wir die Behandlung so, dass störende mimische Linien gemildert werden, während Ausdruck und individuelle Gesichtszüge möglichst erhalten bleiben.

Unser Ansatz

Eine Botulinumtoxin-Behandlung beginnt nicht mit der Anzahl der Zonen.

Entscheidend ist, welche Muskeln für die sichtbare Veränderung verantwortlich sind und wie sie mit den angrenzenden Muskelgruppen zusammenspielen.

Deshalb beurteilen wir das Gesicht sowohl in Ruhe als auch während der Bewegung.

Wir betrachten Muskelaktivität, Augenbrauenposition, Symmetrie, Gesichtsproportionen und die individuelle Mimik.

Erst daraus ergibt sich, welche Muskeln behandelt werden sollten und welche bewusst nicht.

Das Ziel ist nicht weniger Mimik. Es ist eine ausgewogenere Mimik, bei der der natürliche Ausdruck erhalten bleibt.

Wie wirkt Botulinumtoxin?

Botulinumtoxin beeinflusst vorübergehend die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel.

Wird es gezielt in einen Muskel eingebracht, reduziert sich dessen Aktivität für einen begrenzten Zeitraum.

Die darüberliegende Haut wird dadurch weniger stark gefaltet.

Mimikbedingte Linien können sich abschwächen und das Gesicht kann entspannter wirken.

Die Wirkung ist vorübergehend. Mit der Zeit bildet sich die Muskelaktivität schrittweise wieder zurück.

Welche Bereiche können behandelt werden?

Botulinumtoxin kann in unterschiedlichen Bereichen des Gesichts eingesetzt werden. Häufige Behandlungsregionen sind:

  • Stirn
  • Zornesfalte
  • Krähenfüsse
  • Augenbrauenregion
  • Nasenregion
  • Kinn
  • Mundregion
  • Kieferregion
  • Hals

Nicht jede sichtbare Falte ist jedoch eine geeignete Indikation für Botulinumtoxin. Entscheidend ist, ob Muskelaktivität tatsächlich die wesentliche Ursache der Veränderung ist.

Stirn

Horizontale Stirnfalten entstehen durch die Aktivität des Stirnmuskels. Dieser Muskel hebt gleichzeitig die Augenbrauen an.

Eine Behandlung muss deshalb immer die Beziehung zwischen Stirnfalten und Augenbrauenposition berücksichtigen. Wird die Stirnmuskulatur zu stark reduziert, kann sich die Position der Augenbrauen unerwünscht verändern.

Deshalb geht es nicht darum, jede Stirnlinie vollständig zu entfernen. Eine natürliche Stirn darf sich bewegen. Entscheidend ist, wie viel Bewegung zum Gesicht und zur individuellen Anatomie passt.

Zornesfalte

Die Linien zwischen den Augenbrauen entstehen durch das Zusammenspiel mehrerer Muskeln.

Bei ausgeprägter Aktivität kann die Region auch in entspanntem Zustand angespannt oder streng wirken. Durch eine gezielte Behandlung lässt sich die Muskelaktivität reduzieren.

Dabei berücksichtigen wir nicht nur die sichtbare Falte, sondern auch Augenbrauenposition und das Zusammenspiel mit der Stirnmuskulatur.

Krähenfüsse

Feine Linien seitlich der Augen entstehen insbesondere beim Lachen und Zusammenkneifen der Augen.

Botulinumtoxin kann die Aktivität der verantwortlichen Muskulatur reduzieren und dadurch ausgeprägte Linien mildern. Ein vollständiges Ausschalten der Bewegung ist dabei nicht das Ziel. Gerade die Augenregion trägt wesentlich zu einem natürlichen Gesichtsausdruck bei.

Augenbrauenposition

Die Position der Augenbrauen entsteht durch ein Gleichgewicht verschiedener Muskelgruppen.

Einige Muskeln heben die Brauen, andere ziehen sie nach unten. Durch eine gezielte Veränderung dieses Gleichgewichts kann die Brauenposition in ausgewählten Fällen dezent beeinflusst werden.

Dieser Effekt ist jedoch begrenzt und nicht mit einem chirurgischen Brauenlift oder Stirnlift vergleichbar. Besteht ein relevanter Hautüberschuss am Oberlid, sollte zusätzlich beurteilt werden, ob eine Oberlidstraffung die anatomisch passendere Behandlung ist.

Kinn & unteres Gesicht

Auch im unteren Gesicht kann eine ausgeprägte Muskelaktivität bestimmte Veränderungen verstärken.

Dazu können beispielsweise eine unruhige Kinnoberfläche oder bestimmte muskulär bedingte Zugmuster gehören.

Die Behandlung unterscheidet sich jedoch deutlich von der klassischen Behandlung der Stirn oder Zornesfalte. Gerade im Bereich von Mund und Kinn sind viele Muskeln eng an Sprache, Mimik und Funktion beteiligt. Eine präzise Dosierung ist deshalb besonders wichtig.

Kieferregion

Bei einer ausgeprägten Kaumuskulatur kann Botulinumtoxin in ausgewählten Fällen eingesetzt werden, um die Aktivität des Massetermuskels zu reduzieren.

Dadurch kann sich im Verlauf auch die Kontur des unteren Gesichts verändern. Die Behandlung eignet sich jedoch nicht für jede breite Kieferkontur. Knochenstruktur, Fettgewebe und andere anatomische Faktoren können ebenfalls für die Gesichtsform verantwortlich sein.

Deshalb sollte zunächst geklärt werden, welche Struktur die sichtbare Kontur tatsächlich bestimmt.

Hals

Bestimmte muskuläre Strukturen am Hals können mit Botulinumtoxin gezielt behandelt werden.

Dabei steht insbesondere die Aktivität des Platysmas im Vordergrund.

Eine solche Behandlung kann jedoch keine relevante Hauterschlaffung oder ausgeprägte strukturelle Veränderungen des Halses korrigieren. Bei deutlicher Haut- und Gewebeerschlaffung kann eine chirurgische Halsstraffung die geeignetere Behandlung sein.

Dynamische & statische Falten

Nicht jede Falte entsteht ausschliesslich durch Bewegung.

Dynamische Falten sind vor allem während der Mimik sichtbar. Mit zunehmender Zeit können diese Linien auch in Ruhe bestehen bleiben und zu statischen Falten werden.

Botulinumtoxin reduziert den muskulären Anteil dieser Veränderungen.

Ist eine Linie bereits deutlich in die Haut eingeprägt, kann sie sich zwar verbessern, muss aber nicht vollständig verschwinden. In solchen Situationen kann zusätzlich die Hautqualität eine Rolle spielen.

Behandlungen aus den Bereichen Medizinische Kosmetik, Biostimulation oder Laser Skin Resurfacing können je nach Ausgangssituation andere Aspekte adressieren.

Botulinumtoxin oder Dermal Filler?

Botulinumtoxin und Dermal Filler erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Botulinumtoxin beeinflusst die Aktivität ausgewählter Muskeln.

Dermal Filler werden eingesetzt, wenn Volumen, Kontur oder strukturelle Unterstützung verändert werden sollen.

Eine mimisch bedingte Stirnfalte benötigt deshalb eine andere Behandlung als ein Volumendefizit im Mittelgesicht.

Nicht die sichtbare Falte allein bestimmt die Behandlung. Entscheidend ist, wodurch sie entstanden ist.

Botulinumtoxin oder Biostimulation?

Auch Biostimulation verfolgt ein anderes Behandlungsprinzip.

Während Botulinumtoxin die Muskelaktivität beeinflusst, zielen biostimulierende Behandlungen stärker auf Hautqualität und körpereigene regenerative Prozesse.

Beide Verfahren können bei geeigneter Indikation Teil eines übergeordneten Behandlungskonzepts sein.

Sie ersetzen sich jedoch nicht gegenseitig.

Natürlichkeit & Dosierung

Die richtige Dosierung hängt von Muskelstärke, Anatomie, Geschlecht, Mimik und gewünschtem Ergebnis ab.

Eine höhere Dosis bedeutet nicht automatisch ein besseres Ergebnis. Ebenso ist eine besonders geringe Dosis nicht grundsätzlich natürlicher.

Entscheidend ist, welche Wirkung in der jeweiligen Muskelgruppe erreicht werden soll.

Natürlichkeit entsteht nicht durch möglichst wenig Botulinumtoxin. Sie entsteht durch eine Dosierung, die zur individuellen Muskelaktivität passt.

Symmetrie

Kein Gesicht ist vollständig symmetrisch.

Auch Muskelaktivität und Augenbrauenposition unterscheiden sich häufig zwischen rechter und linker Gesichtshälfte.

Botulinumtoxin kann bestimmte muskulär bedingte Asymmetrien ausgleichen. Eine vollständige Symmetrie lässt sich jedoch weder versprechen noch sollte sie das Behandlungsziel sein.

Die individuelle Mimik soll erhalten bleiben.

Wann beginnt die Wirkung?

Die Wirkung von Botulinumtoxin tritt nicht unmittelbar nach der Injektion ein.

Sie entwickelt sich schrittweise in den Tagen nach der Behandlung. Das Ergebnis sollte deshalb nicht direkt nach der Injektion beurteilt werden.

Erst nachdem sich die Wirkung entwickelt hat, lässt sich die Veränderung der Muskelaktivität sinnvoll einschätzen.

Wie lange hält Botulinumtoxin?

Die Wirkung ist vorübergehend.

Wie lange sie anhält, unterscheidet sich individuell und hängt unter anderem von behandelter Muskelgruppe, Muskelaktivität, Dosierung und persönlichen Faktoren ab.

Im Verlauf nimmt die Wirkung langsam ab und die ursprüngliche Muskelaktivität kehrt schrittweise zurück.

Eine erneute Behandlung kann durchgeführt werden, wenn die Wirkung ausreichend nachgelassen hat und weiterhin ein Behandlungswunsch besteht.

Die Behandlung

Vor der Behandlung analysieren wir das Gesicht in Ruhe und während verschiedener mimischer Bewegungen.

Die vorgesehenen Injektionspunkte und die Dosierung werden entsprechend der individuellen Muskelaktivität festgelegt.

Botulinumtoxin wird anschliessend mit feinen Nadeln gezielt in die ausgewählten Bereiche eingebracht.

Die Behandlung selbst dauert in der Regel nur kurze Zeit.

Nach der Behandlung

An den Injektionsstellen können vorübergehend leichte Rötungen, Schwellungen oder kleine Blutergüsse auftreten.

Die meisten Patientinnen und Patienten können ihren Alltag zeitnah wieder aufnehmen.

Die konkreten Verhaltensempfehlungen nach der Behandlung werden individuell besprochen.

Da sich die Wirkung erst entwickelt, sollte das Ergebnis nicht unmittelbar nach der Behandlung beurteilt werden.

Risiken

Botulinumtoxin ist eine medizinische Behandlung und kann unerwünschte Wirkungen verursachen.

Neben lokalen Reaktionen können abhängig von der behandelten Region vorübergehende funktionelle oder ästhetische Veränderungen auftreten. Dazu gehören beispielsweise Asymmetrien oder eine unerwünschte Veränderung angrenzender Muskelaktivität.

Die genaue Kenntnis der Anatomie und eine angepasste Dosierung sind deshalb wesentliche Bestandteile der Behandlung.

Mögliche Risiken werden vor der Behandlung entsprechend der jeweiligen Region besprochen.

Prävention oder Behandlung?

Botulinumtoxin wird teilweise eingesetzt, bevor ausgeprägte statische Linien entstanden sind.

Der Begriff einer vorbeugenden Behandlung sollte jedoch nicht bedeuten, dass jede sichtbare Mimik frühzeitig reduziert wird.

Mimik ist ein natürlicher Bestandteil des Gesichts.

Eine Behandlung ist dann sinnvoll, wenn eine bestimmte Muskelaktivität beziehungsweise deren sichtbare Folgen tatsächlich als störend empfunden werden.

Nicht jede Falte muss verhindert werden. Eine Behandlung sollte einen konkreten Grund haben.

Langfristiges Behandlungskonzept

Das Gesicht verändert sich im Laufe der Zeit.

Muskelaktivität, Hautqualität, Volumen und Geweboposition entwickeln sich dabei nicht auf dieselbe Weise.

Deshalb sollte Botulinumtoxin nicht isoliert als dauerhafte Standardbehandlung betrachtet werden.

Bei manchen Patientinnen und Patienten bleibt es die einzige gewünschte Behandlung. Bei anderen können im Verlauf Dermal Filler, Biostimulation, Behandlungen aus Haut & Laser oder chirurgische Verfahren sinnvoll werden.

Das Ziel ist nicht, möglichst viele Behandlungen miteinander zu kombinieren. Es geht darum, zu jedem Zeitpunkt die Struktur zu behandeln, die tatsächlich für die gewünschte Veränderung verantwortlich ist.

Ziel ist kein unbewegtes Gesicht. Es geht um eine gezielte Balance der Muskulatur, bei der dein natürlicher Ausdruck erhalten bleibt.

Beratung

Im persönlichen Beratungsgespräch in der Clinic Selnau in Zürich analysieren wir deine Gesichtsanatomie und Mimik.

Wir beurteilen, welche Muskelgruppen für die störenden Linien oder Konturen verantwortlich sind und wie eine Behandlung die angrenzenden Strukturen beeinflussen kann.

Dabei besprechen wir, welche Veränderungen mit Botulinumtoxin realistisch möglich sind und wo andere Verfahren sinnvoller wären.

Wenn Volumen oder Kontur im Vordergrund stehen, kann ein Dermal Filler geeigneter sein. Geht es stärker um Hautqualität und regenerative Prozesse, kann Biostimulation infrage kommen. Bei strukturellen Veränderungen der Haut können Medizinische Kosmetik oder Haut & Laser eine andere Aufgabe übernehmen.

Ziel ist kein unbewegtes Gesicht. Es geht um eine gezielte Balance der Muskulatur, bei der dein natürlicher Ausdruck erhalten bleibt.

Medizinisch geprüft

Diese Seite wurde von Dr. med. Simon Zimmermann, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, geprüft und freigegeben. Die Inhalte entsprechen aktuellen klinischen Standards.

Clinic Selnau — Zürich, Switzerland