Biostimulanzien

Biostimulanzien

Die natürlichen Regenerationsprozesse der Haut werden angeregt, um die Kollagenbildung zu fördern und Hautqualität sowie Festigkeit langfristig zu verbessern.

Hautalterung bedeutet nicht nur Volumenverlust.

Biostimulanzien — Clinic Selnau Zürich

Mit der Zeit verändern sich auch Kollagenstruktur, Elastizität, Hautdicke und die Qualität des Bindegewebes. Die Haut kann dünner, weniger fest und strukturell verändert erscheinen.

Biostimulierende Behandlungen setzen genau hier an.

Anstatt ausschliesslich unmittelbar Volumen hinzuzufügen, sollen sie körpereigene regenerative Prozesse im Gewebe anregen und die Kollagenbildung beziehungsweise die Qualität des Gewebes unterstützen.

Das Ergebnis entwickelt sich deshalb bei vielen dieser Verfahren schrittweise.

In der Clinic Selnau in Zürich wählen wir die Behandlung entsprechend Hautqualität, Gewebestruktur, Behandlungsregion und gewünschtem Ergebnis aus.

Unser Ansatz

Biostimulation ist kein einzelnes Produkt und keine standardisierte Behandlung.

Unterschiedliche Substanzen und körpereigene Verfahren verfolgen unterschiedliche Wirkprinzipien. Manche zielen stärker auf Kollagenbildung und strukturelle Unterstützung. Andere konzentrieren sich auf Hydration, Hautqualität oder regenerative Prozesse.

Deshalb beginnt die Behandlung nicht mit der Auswahl eines bestimmten Produktnamens.

Wir beurteilen zunächst Hautqualität, Gewebedicke, Elastizität, Volumenverteilung und die anatomische Region. Erst danach entscheiden wir, welches Behandlungskonzept sinnvoll ist.

Nicht das Produkt bestimmt die Behandlung. Die Qualität des Gewebes und das gewünschte Ergebnis bestimmen, welche Form der Biostimulation sinnvoll ist.

Unsere biostimulierenden Behandlungen

Es stehen mehrere biostimulierende Produkte zur Verfügung, die sich in Wirkmechanismus, Textur und Wirkdauer unterscheiden. Die Auswahl erfolgt in der Konsultation – nach Hautqualität, behandeltem Bereich und gewünschtem Ergebnis.

Radiesse

Calciumhydroxylapatit für Festigkeit, Gewebequalität und strukturelle Unterstützung

Sculptra

Poly-L-Milchsäure für einen schrittweisen Kollagen- und Volumenaufbau

HArmonyCa

Hybrid aus Hyaluronsäure und Calciumhydroxylapatit für unmittelbare Unterstützung und längerfristige Kollagenstimulation

Profhilo

Hyaluronsäurebasiertes Behandlungskonzept mit Fokus auf Hydration, Elastizität und Hautqualität

Polynukleotide

Regenerative Behandlung mit Fokus auf Haut- und Gewebequalität

PRP (Platelet-Rich Plasma)

Aus dem eigenen Blut gewonnen, zur Unterstützung regenerativer Prozesse der Haut und bei ausgewählten Formen von Haarausfall

PRF (Platelet-Rich Fibrin)

Aus dem eigenen Blut gewonnenes plättchenreiches Fibrin für regenerative Behandlungen und ausgewählte Anwendungen im Gesicht

Was bedeutet Biostimulation?

Biostimulation beschreibt Behandlungen, die regenerative Prozesse innerhalb der Haut und des Gewebes unterstützen.

Je nach Verfahren kann insbesondere die Neubildung beziehungsweise der Umbau von Kollagen angeregt oder die Qualität des Gewebes auf andere Weise beeinflusst werden.

Im Gegensatz zu einer klassischen Fillerbehandlung steht deshalb häufig nicht primär ein unmittelbar sichtbarer Volumeneffekt im Vordergrund.

Das Ergebnis entsteht zunehmend durch die biologische Reaktion des eigenen Gewebes.

Allerdings unterscheiden sich die Verfahren deutlich voneinander. Einige Präparate besitzen zusätzlich strukturelle oder volumengebende Eigenschaften.

Biostimulation oder Volumen?

Diese Unterscheidung ist für die Behandlungsplanung wesentlich.

Ein Dermalfiller wird vor allem eingesetzt, wenn Volumen ergänzt, eine Kontur unterstützt oder eine bestimmte Proportion verändert werden soll.

Biostimulierende Behandlungen zielen stärker auf Haut- und Gewebequalität sowie regenerative Prozesse.

Einige Produkte wie HArmonyCa oder Radiesse besitzen sowohl strukturelle als auch biostimulierende Eigenschaften. Auch Sculptra kann über die Zeit zu einer sichtbaren Veränderung des Volumens führen.

Die Übergänge sind deshalb nicht vollständig getrennt. Trotzdem sollte vor jeder Behandlung klar sein, welches Ziel im Vordergrund steht.

Fehlt Volumen, sollte Volumen behandelt werden. Fehlt vor allem Gewebequalität, ist zusätzliches Volumen nicht automatisch die richtige Antwort.

Radiesse

Radiesse basiert auf Calciumhydroxylapatit, kurz CaHA.

Das Präparat besitzt sowohl strukturelle als auch biostimulierende Eigenschaften. Je nach Region, Verdünnung und Injektionstechnik kann der Schwerpunkt unterschiedlich gesetzt werden.

In stärker verdünnten Behandlungskonzepten kann insbesondere die Verbesserung von Haut- und Gewebequalität im Vordergrund stehen. Bei anderer Anwendung kann zusätzlich eine strukturelle Unterstützung gewünscht sein.

Radiesse eignet sich nicht für jede anatomische Region. Indikation, Konzentration und Injektionsebene werden deshalb individuell festgelegt.

Sculptra

Sculptra basiert auf Poly-L-Milchsäure, kurz PLLA.

Im Gegensatz zu einem klassischen Hyaluronsäurefiller steht nicht ein unmittelbar dauerhaft sichtbarer Fülleffekt im Vordergrund.

Die Behandlung stimuliert Prozesse im Gewebe, durch die sich Kollagenstruktur und Volumen schrittweise verändern können. Das Ergebnis entwickelt sich deshalb über Wochen und Monate.

Sculptra kann insbesondere dann interessant sein, wenn eine flächigere Veränderung der Gewebequalität und ein gradueller Volumenaufbau gewünscht werden. Je nach Ausgangssituation können mehrere Sitzungen sinnvoll sein.

HArmonyCa

HArmonyCa verbindet zwei unterschiedliche Wirkprinzipien.

Die enthaltene Hyaluronsäure ermöglicht einen unmittelbareren strukturellen Effekt. Calciumhydroxylapatit ergänzt diesen durch seine biostimulierenden Eigenschaften.

Damit nimmt HArmonyCa eine Position zwischen klassischem Volumenaufbau und Biostimulation ein.

Die Behandlung kann sinnvoll sein, wenn sowohl eine unmittelbare Unterstützung der Gewebestruktur als auch eine längerfristige Verbesserung der Gewebequalität gewünscht werden. Anatomie, Hautqualität und Behandlungsregion bestimmen, ob ein Hybridprodukt die geeignete Wahl ist.

Profhilo

Profhilo basiert auf Hyaluronsäure, wird jedoch mit einem anderen Behandlungsziel eingesetzt als ein klassischer volumengebender Dermalfiller.

Im Vordergrund stehen die Hydration und die Qualität des Gewebes.

Die Behandlung kann insbesondere dann interessant sein, wenn weniger eine Veränderung von Konturen oder Volumen als vielmehr eine Verbesserung der Hautqualität gewünscht wird.

Profhilo ersetzt deshalb keinen klassischen Filler, wenn tatsächlich Volumen oder eine definierte Kontur aufgebaut werden soll. Ebenso kann die Behandlung eine ausgeprägte Gewebeerschlaffung nicht korrigieren.

Polynukleotide

Polynukleotide werden innerhalb regenerativer Behandlungskonzepte eingesetzt, um biologische Prozesse innerhalb der Haut zu unterstützen.

Im Vordergrund stehen dabei weniger Volumen und Kontur als Haut- und Gewebequalität.

Je nach Ausgangssituation können Polynukleotide insbesondere für Regionen interessant sein, bei denen eine subtile regenerative Behandlung gewünscht wird.

Sie dienen nicht dazu, ausgeprägte Volumendefizite zu ersetzen. Auch deutlich abgesunkenes Gewebe kann durch Polynukleotide nicht repositioniert werden.

PRP (Platelet-Rich Plasma)

PRP steht für Platelet-Rich Plasma beziehungsweise plättchenreiches Plasma.

Dafür wird eine kleine Menge eigenes Blut entnommen und so aufbereitet, dass eine Plasmafraktion mit einer erhöhten Konzentration an Blutplättchen gewonnen wird.

Die darin enthaltenen Wachstumsfaktoren werden innerhalb regenerativer Behandlungskonzepte genutzt.

Im Gesicht kann PRP eingesetzt werden, wenn insbesondere Hautqualität und Regeneration im Vordergrund stehen.

Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Behandlung ausgewählter Formen von Haarausfall. Hier kann PRP eingesetzt werden, um die Aktivität vorhandener Haarfollikel zu unterstützen.

Da körpereigenes Material verwendet wird, unterscheidet sich PRP grundsätzlich von industriell hergestellten injizierbaren Biostimulanzien.

PRF (Platelet-Rich Fibrin)

PRF steht für Platelet-Rich Fibrin beziehungsweise plättchenreiches Fibrin.

Wie PRP wird es aus dem eigenen Blut gewonnen.

Durch eine andere Aufbereitung entsteht eine fibrinreiche Matrix, in die Blutplättchen und weitere Zellbestandteile eingebettet sein können. Dadurch unterscheidet sich PRF in seiner biologischen Struktur von klassischem PRP.

PRF kann für regenerative Behandlungen der Haut und in ausgewählten Fällen auch für subtile strukturelle Veränderungen eingesetzt werden. Besonders interessant kann dies in anatomisch sensiblen Regionen sein, in denen keine ausgeprägte Volumenkorrektur gewünscht wird.

PRF sollte jedoch nicht mit einem klassischen Dermalfiller gleichgesetzt werden. Ein möglicher Volumeneffekt ist subtiler und weniger präzise steuerbar als bei einem gezielt volumengebenden Hyaluronsäurefiller.

Welche Behandlung passt zu welchem Ziel?

Die verschiedenen Verfahren sind keine unterschiedlichen Qualitätsstufen. Sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Radiesse eignet sich insbesondere für Biostimulation, Festigkeit und strukturelle Unterstützung. Sculptra verfolgt einen schrittweisen Kollagen- und Volumenaufbau. HArmonyCa verbindet einen unmittelbareren strukturellen Effekt mit längerfristiger Biostimulation. Profhilo konzentriert sich stärker auf Hydration, Elastizität und Hautqualität. Polynukleotide werden für regenerative Behandlungskonzepte eingesetzt, bei denen Haut- und Gewebequalität im Vordergrund stehen. PRP nutzt körpereigene Blutbestandteile zur Unterstützung regenerativer Prozesse und kann zusätzlich bei ausgewählten Formen von Haarausfall eingesetzt werden. PRF verfolgt ebenfalls einen körpereigenen regenerativen Ansatz und kann für ausgewählte Anwendungen im Gesicht interessant sein.

Keine dieser Behandlungen ist grundsätzlich die beste. Entscheidend ist, ob Volumen, Struktur, Festigkeit, Hydration, Hautqualität oder Regeneration das eigentliche Behandlungsziel ist.

Gesicht

Im Gesicht muss zwischen Hautqualität, Volumenverlust und Gewebeverlagerung unterschieden werden.

Diese Veränderungen können gleichzeitig auftreten, benötigen aber nicht automatisch dieselbe Behandlung.

Biostimulation kann sinnvoll sein, wenn die Qualität und Festigkeit des Gewebes verbessert werden soll. Besteht dagegen ein klarer Volumenverlust oder soll eine Kontur gezielt verändert werden, können Dermalfiller oder ein Eigenfett-Transfer im Gesicht geeigneter sein.

Bei ausgeprägter Gewebeerschlaffung kann ein Facelift die anatomisch sinnvollere Behandlung darstellen.

Hals & Dekolleté

Hals und Dekolleté unterscheiden sich anatomisch vom Gesicht.

Die Haut ist teilweise dünner und Veränderungen der Hautqualität können besonders sichtbar werden. Ausgewählte biostimulierende Verfahren können eingesetzt werden, um die Qualität des Gewebes zu unterstützen. Welches Produkt sinnvoll ist, hängt von Hautdicke, Gewebequalität und Behandlungsziel ab.

Besteht eine ausgeprägte Haut- oder Gewebeerschlaffung am Hals, kann eine Halsstraffung die strukturell geeignetere Behandlung sein.

Augenregion

Die Haut um die Augen ist besonders dünn und anatomisch anspruchsvoll.

Nicht jedes biostimulierende Produkt eignet sich für diese Region. Steht primär die Hautqualität im Vordergrund, können ausgewählte regenerative Behandlungen wie Polynukleotide oder körpereigene Verfahren infrage kommen.

Bei ausgeprägten Tränensäcken, Hautüberschuss oder strukturellen Veränderungen kann dagegen eine Oberlidstraffung oder Unterlidstraffung die anatomisch passendere Behandlung sein.

Haare

PRP kann auch ausserhalb klassischer Gesichtsbehandlungen eingesetzt werden.

Bei ausgewählten Formen von Haarausfall kann plättchenreiches Plasma in die Kopfhaut eingebracht werden, um vorhandene Haarfollikel und die lokale regenerative Umgebung zu unterstützen.

Vor einer solchen Behandlung sollte geklärt werden, welche Form des Haarausfalls vorliegt. Nicht jeder Haarverlust lässt sich mit PRP sinnvoll behandeln.

Bei neu aufgetretenem, ausgeprägtem oder unklarem Haarausfall kann deshalb zunächst eine entsprechende medizinische Abklärung erforderlich sein.

Biostimulation oder Dermalfiller?

Dermalfiller eignen sich insbesondere für gezielten Volumenaufbau und Konturierung.

Biostimulierende Verfahren zielen stärker auf biologische Prozesse und die Qualität des Gewebes.

Das bedeutet nicht, dass eine Behandlung grundsätzlich natürlicher ist als die andere. Natürlichkeit entsteht durch die richtige Indikation.

Wenn Volumen fehlt, kann ein gezielt eingesetzter Filler die passende Behandlung sein. Wenn vor allem Haut- und Gewebequalität verändert sind, kann Biostimulation sinnvoller sein.

In ausgewählten Situationen können beide Ansätze miteinander kombiniert werden.

Biostimulation oder Botulinumtoxin?

Botulinumtoxin beeinflusst die Aktivität ausgewählter Muskeln.

Biostimulierende Behandlungen wirken dagegen auf Haut beziehungsweise Gewebe und verfolgen ein anderes Behandlungsziel.

Eine mimisch bedingte Stirnfalte benötigt deshalb ein anderes Behandlungskonzept als eine nachlassende Hautqualität.

Beide Verfahren erfüllen unterschiedliche Aufgaben und können bei entsprechender Indikation Teil eines gemeinsamen Behandlungskonzepts sein.

Biostimulation oder Microneedling?

Auch Microneedling nutzt körpereigene Regenerationsprozesse. Das Wirkprinzip unterscheidet sich jedoch.

Beim Microneedling wird ein kontrollierter mechanischer Reiz über feine Mikrokanäle gesetzt.

Bei injizierbaren Biostimulanzien werden ausgewählte Substanzen gezielt in das Gewebe eingebracht. PRP und PRF nutzen wiederum aufbereitete Bestandteile des eigenen Blutes.

Welche Behandlung sinnvoller ist, hängt von Hautstruktur, Behandlungsregion und gewünschtem Ergebnis ab.

Biostimulation oder Laser Skin Resurfacing?

Ein Laser Skin Resurfacing behandelt definierte Hautschichten mit gezielter Energie und kann insbesondere bei strukturellen Hautveränderungen, feinen Linien und lichtbedingter Hautalterung eingesetzt werden.

Biostimulierende Behandlungen verfolgen einen anderen regenerativen Ansatz.

Beide Verfahren können Aspekte der Hautqualität adressieren, setzen jedoch auf unterschiedlichen Ebenen und mit unterschiedlichen Wirkprinzipien an.

Je nach Ausgangssituation können sie alternativ oder in einem zeitlich abgestimmten Konzept eingesetzt werden.

Wann reicht Biostimulation nicht aus?

Nicht jede altersbedingte Veränderung kann durch eine Verbesserung der Hautqualität korrigiert werden.

Wenn Gewebe deutlich abgesunken ist, ausgeprägter Hautüberschuss besteht oder sich anatomische Strukturen wesentlich verändert haben, kann Biostimulation nur begrenzt wirken.

Zusätzliches Volumen oder regenerative Injektionen sollten dann nicht verwendet werden, um eine eigentlich strukturelle oder chirurgische Indikation zu kompensieren.

Bei entsprechenden Veränderungen können Facelift, Halsstraffung, Oberlidstraffung oder Unterlidstraffung die anatomisch passendere Behandlung darstellen.

Biostimulation kann Gewebequalität verbessern. Sie kann deutlich abgesunkenes Gewebe nicht an seine ursprüngliche Position zurückbringen.

Wann wird das Ergebnis sichtbar?

Biostimulierende Behandlungen benötigen häufig Zeit.

Je nach verwendetem Produkt kann unmittelbar nach der Behandlung bereits eine Veränderung sichtbar sein. Der regenerative Anteil entwickelt sich jedoch schrittweise.

Kollagenumbau und andere biologische Prozesse finden über Wochen und Monate statt.

Bei PRP und PRF entsteht das Ergebnis ebenfalls nicht unmittelbar durch ein definiertes Füllvolumen, sondern entwickelt sich im Rahmen der biologischen Reaktion des Gewebes.

Das Ergebnis sollte deshalb nicht allein anhand der ersten Tage nach der Behandlung beurteilt werden.

Wie viele Behandlungen sind notwendig?

Die Anzahl der Sitzungen hängt von Verfahren, Hautzustand, Region und gewünschtem Ergebnis ab.

Bei manchen Behandlungskonzepten kann eine einzelne Sitzung ausreichend sein. Andere Verfahren sind bewusst als Behandlungsserie konzipiert.

Auch Auffrischungen können im Verlauf sinnvoll sein.

Ein starres Schema für jede Patientin und jeden Patienten gibt es nicht. Der weitere Behandlungsplan richtet sich nach der individuellen Reaktion des Gewebes.

Die Behandlung

Vor der Behandlung analysieren wir Hautqualität, Gewebestruktur und die jeweilige anatomische Region.

Anschliessend werden Präparat beziehungsweise Verfahren, Menge, Behandlungsebene und Technik festgelegt.

Bei Radiesse, Sculptra, HArmonyCa, Profhilo und Polynukleotiden wird das ausgewählte Präparat gezielt in die vorgesehenen Gewebeschichten eingebracht.

Bei PRP und PRF erfolgt zunächst eine Blutentnahme und anschliessende Aufbereitung des körpereigenen Materials.

Die eigentliche Behandlung wird entsprechend dem jeweiligen Verfahren und der anatomischen Region durchgeführt.

Nach der Behandlung

Nach injizierbaren biostimulierenden Behandlungen können vorübergehend Rötungen, Schwellungen, Druckempfindlichkeit oder kleine Blutergüsse auftreten.

Je nach Verfahren können weitere spezifische Nachbehandlungsempfehlungen notwendig sein.

Das unmittelbare Erscheinungsbild entspricht nicht zwangsläufig dem späteren Ergebnis. Die eigentliche regenerative Veränderung entwickelt sich erst im weiteren Verlauf.

Sicherheit

Biostimulierende Injektionsbehandlungen sind medizinische Behandlungen.

Neben vorübergehenden lokalen Reaktionen sind auch seltenere Komplikationen möglich. Je nach Produkt können beispielsweise entzündliche Reaktionen, tastbare oder sichtbare Knoten und andere unerwünschte Gewebereaktionen auftreten.

Auch die Gefässanatomie muss bei injizierbaren Behandlungen berücksichtigt werden.

Ein wichtiger Unterschied zu Hyaluronsäurefillern besteht darin, dass nicht jedes biostimulierende Präparat bei einer unerwünschten Wirkung einfach mit Hyaluronidase aufgelöst werden kann.

Eine klare Indikation, geeignete Produktauswahl und präzise Injektionstechnik sind deshalb besonders wichtig.

Natürlichkeit & langfristige Planung

Biostimulation wird häufig mit einem besonders natürlichen Ergebnis verbunden.

Entscheidend ist jedoch auch hier die richtige Indikation.

Eine regenerative Behandlung kann sinnvoll sein, wenn die vorhandene Anatomie grundsätzlich erhalten bleiben und vor allem die Qualität des Gewebes verbessert werden soll.

Sie sollte nicht dazu verwendet werden, jede altersbedingte Veränderung mit immer weiteren Injektionen zu behandeln.

Ein natürliches Ergebnis entsteht nicht dadurch, dass eine Behandlung als regenerativ bezeichnet wird. Es entsteht dadurch, dass die richtige Struktur mit der richtigen Methode behandelt wird.

Langfristiges Behandlungskonzept

Haut und Gewebe verändern sich kontinuierlich.

Eine biostimulierende Behandlung kann diese Prozesse beeinflussen, aber nicht dauerhaft stoppen.

Sonneneinstrahlung, Alterung, Lebensstil und individuelle Veranlagung wirken weiterhin auf die Haut.

Deshalb kann Biostimulation Teil eines langfristigen Behandlungskonzepts sein, gemeinsam mit geeigneter Hautpflege, Medizinischer Kosmetik oder ausgewählten Behandlungen aus Haut & Laser.

Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Verfahren miteinander kombiniert werden müssen. Die Behandlung wird entsprechend der aktuellen Haut- und Gewebesituation immer wieder neu beurteilt.

Beratung

Im persönlichen Beratungsgespräch in der Clinic Selnau in Zürich beurteilen wir Hautqualität, Gewebestruktur, Volumenverteilung und die anatomische Region, die behandelt werden soll.

Wir besprechen, welche Veränderung du dir wünschst und welches regenerative Behandlungskonzept dafür geeignet sein kann.

Dabei wählen wir je nach Indikation zwischen Radiesse, Sculptra, HArmonyCa, Profhilo, Polynukleotiden, PRP und PRF.

Fehlt primär Volumen oder soll eine Kontur gezielt verändert werden, kann ein Dermalfiller sinnvoller sein. Steht Muskelaktivität im Vordergrund, kann Botulinumtoxin die passendere Behandlung sein. Bei oberflächlicheren Hautveränderungen können Microneedling, Medizinische Kosmetik oder Laser Skin Resurfacing andere Möglichkeiten bieten.

Besteht eine ausgeprägte Gewebeerschlaffung, besprechen wir auch die Grenzen nichtoperativer Verfahren.

Ziel ist nicht, ein bestimmtes Produkt einzusetzen. Es geht darum, zu verstehen, welche Veränderung im Gewebe vorliegt, und welche Behandlung diese möglichst gezielt adressieren kann.

Medizinisch geprüft

Diese Seite wurde von Dr. med. Simon Zimmermann, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, geprüft und freigegeben. Die Inhalte entsprechen aktuellen klinischen Standards.

Clinic Selnau — Zürich, Switzerland