Eigenfett-Transfer im Gesicht

Eigenfett-Transfer im Gesicht

Körpereigenes Fett wird gezielt eingesetzt, um verlorenes Volumen auszugleichen, Gesichtskonturen zu harmonisieren und die Gewebequalität zu unterstützen.

Das Gesicht verändert sich mit der Zeit nicht nur durch eine nachlassende Hautelastizität oder abgesunkene Gewebestrukturen. Auch die Verteilung und das Volumen des Fettgewebes verändern sich. Bereiche, die früher weich ineinander übergingen, können flacher oder stärker voneinander abgegrenzt erscheinen.

Eigenfett-Transfer im Gesicht — Clinic Selnau Zürich

Besonders im Mittelgesicht, an den Wangen, Schläfen und rund um die Augen können diese Veränderungen die Proportionen und den Ausdruck des Gesichts beeinflussen.

Ein Eigenfett-Transfer setzt genau hier an. Dabei wird körpereigenes Fett aus einer anderen Körperregion entnommen, aufbereitet und gezielt in ausgewählte Bereiche des Gesichts eingebracht.

Ziel ist nicht, möglichst viel Volumen hinzuzufügen. Es geht darum, verlorenes Volumen dort auszugleichen, wo es für die natürlichen Konturen und Proportionen des Gesichts eine Rolle spielt.

In der Clinic Selnau in Zürich planen wir den Eigenfett-Transfer im Gesicht mit besonderem Augenmerk auf Volumenverteilung, Gesichtsproportionen und einen möglichst natürlichen Übergang zwischen den einzelnen Regionen.

Unser Ansatz

Jedes Gesicht hat seine eigene Volumenverteilung.

Knochenstruktur, Fettkompartimente, Hautqualität und die Position der Weichteile bestimmen gemeinsam die Konturen des Gesichts. Mit zunehmendem Alter können sich diese Strukturen unterschiedlich verändern.

Deshalb beginnt ein Eigenfett-Transfer nicht mit der Frage, wo Volumen hinzugefügt werden kann. Entscheidend ist vielmehr, wo Volumen tatsächlich verloren gegangen ist und welchen Einfluss dieser Verlust auf das Gesicht als Ganzes hat. Wir betrachten die Übergänge zwischen Schläfen, Wangen, Unterlidern, Mittelgesicht und unterem Gesicht. Dabei geht es ebenso darum, Bereiche bewusst nicht zu behandeln.

Volumen, Konturen & Proportionen

Volumen spielt eine wesentliche Rolle für die Wahrnehmung des Gesichts.

Es beeinflusst, wie Licht und Schatten über das Gesicht verlaufen, wie deutlich einzelne Konturen hervortreten und wie harmonisch verschiedene Gesichtsregionen ineinander übergehen.

Mit zunehmendem Alter kann Volumen in bestimmten Bereichen abnehmen oder sich verlagern. Gleichzeitig verändern sich Haut, Knochenstruktur und die tieferen Gewebeschichten. Ein isoliertes Auffüllen einzelner Falten würde diese Zusammenhänge deshalb nicht ausreichend berücksichtigen.

Ein Eigenfett-Transfer im Gesicht kann unter anderem bei folgenden Veränderungen in Betracht gezogen werden:

  • Volumenverlust im Bereich der Wangen
  • Abflachung des Mittelgesichts
  • Volumenverlust an den Schläfen
  • Vertiefte Übergänge zwischen Unterlid und Wange
  • Veränderungen der Konturen im unteren Gesicht
  • Altersbedingter Verlust weicher Gesichtsübergänge
  • Asymmetrien der Volumenverteilung
  • Volumendefizite nach vorausgegangenen Operationen oder Verletzungen
  • Der Wunsch nach einer Behandlung mit körpereigenem Gewebe

Nicht jede Vertiefung oder Falte entsteht durch fehlendes Volumen. Abgesunkenes Gewebe, Hautüberschuss oder Veränderungen der tieferen Strukturen können ähnlich wirken, benötigen jedoch einen anderen Behandlungsansatz. Entscheidend ist deshalb, zunächst die Ursache der Veränderung zu verstehen.

Planung & Analyse

Eine sorgfältige Analyse der Gesichtsproportionen ist wesentlicher Bestandteil der Planung.

Im Beratungsgespräch betrachten wir dein Gesicht aus unterschiedlichen Perspektiven. Dabei beurteilen wir nicht nur einzelne Volumendefizite, sondern auch ihre Beziehung zu den umliegenden Strukturen. Wangen, Mittelgesicht, Schläfen, Augenregion und unteres Gesicht werden in ihrem Zusammenspiel betrachtet. Auch bestehende Asymmetrien und die natürliche Knochenstruktur fliessen in die Planung ein.

Standardisierte Fotografien unterstützen diese Analyse und helfen, die Bereiche zu definieren, in denen ein Volumenausgleich sinnvoll sein kann.

Ebenso wichtig ist die Beurteilung der Haut und der Weichteile. Volumen allein kann abgesunkenes Gewebe oder einen ausgeprägten Hautüberschuss nicht korrigieren.

Die Planung richtet sich deshalb nicht danach, wie viel Fett übertragen werden kann, sondern danach, wo es für die Proportionen des Gesichts sinnvoll eingesetzt werden sollte.

Der Eingriff

Für einen Eigenfett-Transfer wird zunächst eine kleine Menge Fettgewebe aus einer geeigneten Körperregion entnommen.

Das gewonnene Fett wird anschliessend aufbereitet und in kleinen Mengen gezielt in die vorgesehenen Bereiche des Gesichts eingebracht. Die Verteilung erfolgt auf unterschiedlichen Ebenen und richtet sich nach der jeweiligen Anatomie und dem gewünschten Volumenausgleich.

Ein Teil der übertragenen Fettzellen kann dauerhaft in das umliegende Gewebe einheilen. Ein anderer Teil wird während der Heilungsphase wieder vom Körper abgebaut. Aus diesem Grund wird das endgültige Volumen nicht unmittelbar nach der Behandlung beurteilt. Erst nach Abschluss der frühen Heilungsphase lässt sich besser einschätzen, welcher Anteil des übertragenen Gewebes langfristig erhalten bleibt.

Die Behandlung erfordert deshalb eine zurückhaltende Planung. Eine Überkorrektur mit dem Ziel, einen möglichen Volumenverlust im Voraus vollständig auszugleichen, kann zu unnatürlichen Proportionen führen. Entscheidend ist eine kontrollierte Verteilung des Eigenfetts entsprechend der individuellen Anatomie.

Eigenfett oder Dermal Filler?

Eigenfett und Dermalfiller können beide eingesetzt werden, um Volumen und Konturen des Gesichts zu verändern. Sie unterscheiden sich jedoch grundlegend in Material, Vorgehensweise und Behandlungsplanung.

Dermalfiller ermöglichen eine gezielte Behandlung mit einem injizierbaren Material und können insbesondere für kleinere oder sehr definierte Korrekturen sinnvoll sein.

Beim Eigenfett-Transfer wird dagegen körpereigenes Gewebe verwendet. Dafür ist zunächst eine Fettentnahme notwendig, und das langfristig verbleibende Volumen hängt davon ab, wie viel des übertragenen Fettgewebes einheilt.

Welche Methode sinnvoller ist, hängt von der zu behandelnden Region, dem benötigten Volumen, der Gewebequalität und deinen individuellen Vorstellungen ab. Die Entscheidung sollte deshalb nicht allein davon abhängen, welches Material bevorzugt wird. Entscheidend ist, welche Behandlung für die zugrunde liegende Veränderung geeignet ist.

Volumen und Gewebeposition

Nicht jeder Volumenverlust sollte isoliert behandelt werden.

Wenn Gewebe im Mittel- oder Untergesicht deutlich abgesunken ist, kann zusätzliches Volumen allein die ursprüngliche Kontur nicht wiederherstellen. In manchen Situationen kann zu viel Volumen sogar dazu führen, dass das Gesicht schwerer oder weniger definiert wirkt.

Deshalb unterscheiden wir zwischen fehlendem Volumen und veränderter Gewebeposition. Bei ausgeprägteren Veränderungen kann ein Facelift sinnvoller sein oder mit einem Eigenfett-Transfer kombiniert werden. Das Facelift verändert die Position abgesunkener Gewebe, während Eigenfett gezielt dort eingesetzt werden kann, wo zusätzlich Volumen verloren gegangen ist.

Nach einer vorausgegangenen Gesichtsoperation kann Eigenfett auch Teil eines individuellen Behandlungskonzepts im Rahmen eines Revisions-Facelifts sein.

Volumen kann Konturen unterstützen. Es kann eine notwendige Repositionierung von Gewebe jedoch nicht ersetzen.

Ergänzende Behandlungen

Die Alterung des Gesichts betrifft häufig mehrere anatomische Ebenen gleichzeitig.

Ein Eigenfett-Transfer kann deshalb als eigenständige Behandlung durchgeführt oder mit anderen Eingriffen kombiniert werden.

Veränderungen am Übergang zwischen Unterlid und Wange können beispielsweise sowohl durch Volumenverlust als auch durch Veränderungen des Unterlids entstehen. Je nach Ausgangssituation kann deshalb eine Unterlidstraffung allein oder in Kombination mit Eigenfett sinnvoll sein.

Auch eine Oberlidstraffung, ein Brauenlift oder ein Stirnlift können bei entsprechenden Veränderungen der oberen Gesichtspartie unabhängig davon beurteilt werden.

Wenn abgesunkenes Gewebe im unteren Gesicht oder Veränderungen entlang der Kieferlinie im Vordergrund stehen, kann ein Facelift sinnvoll sein. Veränderungen des Halses werden gesondert im Rahmen einer Halsstraffung beurteilt.

Ein Lippenlift behandelt wiederum die anatomischen Proportionen zwischen Nase und Oberlippe und verfolgt damit ein anderes Ziel als ein reiner Volumenausgleich.

Steht vor allem die Hautqualität statt des Volumens im Vordergrund, können Biostimulanzien oder ein umfassenderes Konzept der Regenerativen Gesichtsverjüngung sinnvoller sein, sei es eigenständig oder in Kombination mit einem Eigenfett-Transfer.

Eine Kombination mehrerer Behandlungen ist nicht automatisch notwendig. Entscheidend ist, welche anatomische Veränderung tatsächlich vorliegt und welcher Eingriff dafür geeignet ist.

Eigenfett ist mehr als Volumen

Eigenfett wird häufig vor allem als Möglichkeit zur Volumenauffüllung verstanden.

Seine Bedeutung im Gesicht geht jedoch darüber hinaus. Fettgewebe ist lebendes körpereigenes Gewebe und enthält verschiedene Zellbestandteile, die mit dem umliegenden Gewebe interagieren.

Nach erfolgreichem Einheilen wird das transplantierte Fett Teil des behandelten Bereichs. Neben dem Volumeneffekt können sich dadurch auch Veränderungen der Weichteil- und Hautqualität zeigen. Diese möglichen Effekte sind jedoch individuell unterschiedlich und sollten nicht mit einem garantierten regenerativen Ergebnis gleichgesetzt werden.

Der entscheidende Vorteil des Eigenfett-Transfers bleibt die Möglichkeit, körpereigenes Gewebe gezielt dort einzusetzen, wo Volumen für Kontur und Proportion benötigt wird.

Es geht nicht darum, das Gesicht voller zu machen. Es geht darum, Volumen dort zurückzugeben, wo es zur natürlichen Struktur des Gesichts gehört.

Heilung & Ergebnis

Nach einem Eigenfett-Transfer braucht das behandelte Gewebe Zeit, um sich zu stabilisieren.

Schwellungen und Blutergüsse können sowohl im Gesicht als auch an der Entnahmestelle auftreten. In der frühen Heilungsphase wirkt das behandelte Gesicht deshalb häufig voller als das spätere Ergebnis.

Ein Teil des übertragenen Fettgewebes wird in den ersten Wochen und Monaten wieder abgebaut. Der verbleibende Anteil kann nach erfolgreichem Einheilen langfristig Teil des behandelten Gewebes bleiben.

Wie viel Volumen erhalten bleibt, ist individuell unterschiedlich und lässt sich nicht exakt vorhersagen. In bestimmten Situationen kann deshalb zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere Behandlung sinnvoll sein.

Auch das langfristig eingeheilte Fett unterliegt weiterhin natürlichen Veränderungen des Körpers. Gewichtsschwankungen und der weitere Alterungsprozess können das Ergebnis beeinflussen.

Das endgültige Ergebnis sollte deshalb erst beurteilt werden, wenn Schwellungen zurückgegangen sind und sich das übertragene Gewebe stabilisiert hat.

Beratung

Ein Eigenfett-Transfer beginnt mit der Frage, welche Veränderungen tatsächlich durch Volumenverlust entstanden sind.

Im Beratungsgespräch in der Clinic Selnau in Zürich betrachten wir deine Gesichtsproportionen, die Verteilung des Volumens und die Qualität der Haut und Weichteile. Dabei werden einzelne Regionen nicht isoliert, sondern in ihrem Verhältnis zum gesamten Gesicht beurteilt.

Wir besprechen, welche Bereiche von einem gezielten Volumenausgleich profitieren können und wo eine andere Behandlung möglicherweise sinnvoller ist. Ebenso wird beurteilt, ob ausreichend geeignetes Fettgewebe für die Entnahme vorhanden ist und welche Körperregion dafür infrage kommt.

Auf dieser Grundlage entsteht ein Behandlungsplan, der sich an deiner Anatomie und dem tatsächlich vorhandenen Volumenverlust orientiert.

Wir besprechen offen, welches Ergebnis realistisch erwartet werden kann, wie sich das übertragene Fett während der Heilung verändert und welche Grenzen und Risiken berücksichtigt werden müssen.

Ziel ist nicht, dem Gesicht möglichst viel Volumen zurückzugeben. Es geht darum, Volumen gezielt dort einzusetzen, wo es Konturen, Übergänge und Proportionen auf natürliche Weise unterstützt.

Medizinisch geprüft

Diese Seite wurde von Dr. med. Simon Zimmermann, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, geprüft und freigegeben. Die Inhalte entsprechen aktuellen klinischen Standards.

Clinic Selnau — Zürich, Switzerland