Permanent Make-up & Medizinische Pigmentierung

Permanent Make-up & Medizinische Pigmentierung

Präzise Pigmentierungstechniken betonen natürliche Konturen oder stellen fehlende Pigmentierung möglichst natürlich wieder her.

Präzise Pigmentierungstechniken betonen natürliche Konturen oder stellen fehlende Pigmentierung möglichst natürlich wieder her. Pigmentierung kann unterschiedliche Ziele verfolgen. Permanent Make-up kann natürliche Konturen von Augenbrauen oder Lippen dezent definieren und bestehende Asymmetrien optisch ausgleichen. Medizinische Pigmentierung verfolgt einen anderen Ansatz. Sie kann eingesetzt werden, um fehlende oder veränderte Pigmentierung nach Operationen, Narben oder anderen anatomischen Veränderungen optisch an die umgebende Haut anzunähern. In beiden Bereichen steht für uns nicht eine möglichst sichtbare Pigmentierung im Vordergrund. Das Ergebnis soll sich möglichst selbstverständlich in Gesicht, Haut und vorhandene Anatomie einfügen. In der Clinic Selnau in Zürich werden Form, Farbton und Technik deshalb individuell geplant.

Permanent Make-up & Medizinische Pigmentierung — Clinic Selnau Zürich

Unser Ansatz

Eine Pigmentierung verändert nicht nur Farbe.

Sie beeinflusst Konturen, Proportionen und die Wahrnehmung von Symmetrie. Deshalb beginnt eine Behandlung nicht mit der Auswahl eines vorgegebenen Farbtons oder einer standardisierten Form.

Wir betrachten Hauttyp, natürliche Pigmentierung, Gesichtszüge beziehungsweise die zu behandelnde anatomische Region und das gewünschte Ergebnis. Bei bereits vorhandenem Permanent Make-up beurteilen wir zusätzlich, ob eine neue Pigmentierung direkt möglich ist oder zunächst eine Korrektur beziehungsweise Tattoo & PMU Entfernung sinnvoller wäre.

Eine gute Pigmentierung soll nicht zuerst als Pigmentierung auffallen. Sie soll sich möglichst selbstverständlich in die vorhandene Anatomie einfügen.

Permanent Make-up

Permanent Make-up ermöglicht eine länger anhaltende Betonung natürlicher Konturen.

Je nach Region können Form, Dichte und Farbe angepasst werden. Dabei sollte das Ergebnis nicht unabhängig vom Gesicht geplant werden. Augenbrauen, Lippen und andere pigmentierte Bereiche stehen immer in Beziehung zu den natürlichen Proportionen und zur individuellen Haut- und Haarfarbe.

Das Ziel ist deshalb keine standardisierte Form. Es geht um eine zurückhaltende Definition vorhandener Strukturen.

Augenbrauen

Form und Dichte der Augenbrauen haben einen wesentlichen Einfluss auf den Gesichtsausdruck.

Permanent Make-up kann eingesetzt werden, um lichte Bereiche optisch zu ergänzen, Konturen klarer zu definieren oder kleinere Asymmetrien auszugleichen. Die Form wird dabei an natürliche Brauenposition, Gesichtsproportionen und vorhandenen Haarwuchs angepasst.

Ein dauerhaft stark gezeichneter oder trendabhängiger Look steht nicht im Vordergrund. Die Pigmentierung sollte auch ohne Make-up möglichst selbstverständlich wirken.

Lippen

Bei den Lippen kann eine Pigmentierung eingesetzt werden, um die natürliche Lippenfarbe zu unterstützen oder Konturen optisch gleichmässiger erscheinen zu lassen.

Dabei geht es nicht darum, die Lippen ausserhalb ihrer natürlichen Anatomie neu zu zeichnen. Form und Farbe werden an Lippenstruktur, Hauttyp und vorhandene Pigmentierung angepasst. Eine Pigmentierung verändert dabei nicht das tatsächliche Lippenvolumen. Soll zusätzlich Volumen oder Form verändert werden, handelt es sich um eine andere Behandlungsindikation.

Medizinische Pigmentierung

Medizinische Pigmentierung kann eingesetzt werden, wenn natürliche Pigmentierung fehlt oder sich durch Operationen, Narben oder andere Veränderungen deutlich von der umgebenden Haut unterscheidet.

Ziel ist ein möglichst unauffälliger optischer Ausgleich. Dabei muss berücksichtigt werden, dass Narbengewebe und veränderte Haut Pigmente anders aufnehmen können als unbehandelte Haut. Farbe und Technik müssen deshalb besonders sorgfältig ausgewählt werden. Je nach Ausgangssituation können mehrere Behandlungsschritte notwendig sein.

Narben & Pigmentierung

Narben können sich hinsichtlich Farbe, Struktur und Pigmentierung von der umgebenden Haut unterscheiden.

Bei ausgewählten reifen und stabilen Narben kann eine medizinische Pigmentierung dazu beitragen, Farbunterschiede optisch zu reduzieren. Sie verändert jedoch nicht die eigentliche Struktur einer Narbe. Ist vor allem eine Unebenheit, Einziehung oder andere strukturelle Veränderung störend, sollte zunächst geprüft werden, ob eine Behandlung im Bereich Narben & Aknenarben sinnvoller ist. Besteht zusätzlich eine relevante Rötung, kann eine Beurteilung unter Rötungen & Gefässlaser sinnvoll sein.

Pigmentierung kann Farbe ausgleichen. Sie kann eine strukturelle Narbe nicht entfernen.

Areola & Brust

Nach bestimmten Brustoperationen oder rekonstruktiven Eingriffen kann eine medizinische Pigmentierung eingesetzt werden, um Farbe und Kontur der Areola optisch zu ergänzen oder wiederherzustellen.

Dabei werden Farbton, Form und Position an die vorhandene Anatomie angepasst. Je nach Ausgangssituation kann die Pigmentierung eine bestehende Areola ergänzen oder eine optische Rekonstruktion unterstützen. Die Behandlung sollte erst erfolgen, wenn die vorausgegangene Operation ausreichend abgeheilt und das Gewebe stabil ist.

Farbe & Hauttyp

Pigmente verändern sich nach dem Einbringen in die Haut.

Der unmittelbar nach der Behandlung sichtbare Farbton entspricht deshalb nicht exakt dem später abgeheilten Ergebnis. Auch Hauttyp, natürliche Hautfarbe, Durchblutung und die Beschaffenheit des behandelten Gewebes beeinflussen die spätere Farbwahrnehmung.

Bei medizinischen Pigmentierungen kommt hinzu, dass Narbengewebe oder operativ veränderte Haut Pigment anders aufnehmen können. Eine exakte Farbübereinstimmung lässt sich deshalb nicht garantieren. Das Ziel ist eine möglichst harmonische Annäherung an die umgebende Pigmentierung.

Natürliches Ergebnis statt Trend

Permanent Make-up bleibt über einen längeren Zeitraum sichtbar.

Kurzfristige Trends eignen sich deshalb nur eingeschränkt als Grundlage für Form und Farbe. Wir orientieren uns stärker an der vorhandenen Anatomie als an einem bestimmten Look. Das gilt insbesondere für Augenbrauen und Lippen. Je länger ein Ergebnis sichtbar bleibt, desto wichtiger ist eine Gestaltung, die nicht von einem kurzfristigen Trend abhängig ist.

Bestehendes Permanent Make-up

Bereits vorhandenes Permanent Make-up lässt sich nicht immer einfach überpigmentieren.

Form, Farbe und Pigmentdichte des bestehenden Ergebnisses beeinflussen, welche Korrekturen möglich sind. Eine weitere Pigmentschicht kann ein unerwünschtes Ergebnis in bestimmten Situationen sogar verstärken. Deshalb beurteilen wir zunächst, ob eine direkte Korrektur sinnvoll ist.

Bei zu dunklem, ungünstig verfärbtem oder anatomisch ungünstig platziertem Permanent Make-up kann zunächst eine Tattoo & PMU Entfernung beziehungsweise kontrollierte Aufhellung erforderlich sein. Erst danach wird entschieden, ob und wann eine neue Pigmentierung sinnvoll ist.

Entfernung oder Korrektur?

Nicht jedes unerwünschte Permanent Make-up muss vollständig entfernt werden.

Manchmal genügt eine kontrollierte Aufhellung, um anschliessend eine neue Form oder Farbe gestalten zu können. In anderen Situationen ist eine weitergehende Entfernung sinnvoll. Entfernung und erneute Pigmentierung sollten deshalb nicht unabhängig voneinander betrachtet werden. Das gewünschte spätere Ergebnis bestimmt mit, wie weit das bestehende Pigment zunächst reduziert werden sollte.

Die Behandlung

Vor der Pigmentierung werden Behandlungsregion, Form und gewünschter Farbton festgelegt.

Bei ästhetischem Permanent Make-up wird die geplante Kontur an die vorhandene Anatomie angepasst. Bei medizinischer Pigmentierung steht die möglichst harmonische Annäherung an das umliegende Gewebe im Vordergrund. Anschliessend wird das Pigment kontrolliert in die Haut eingebracht. Die Behandlungsdauer hängt von Region, Ausgangssituation und Umfang der Pigmentierung ab.

Heilung

Unmittelbar nach der Behandlung kann die pigmentierte Region intensiver und dunkler erscheinen als das spätere Ergebnis.

Auch leichte Rötung oder Schwellung können auftreten. Während des Heilungsprozesses verändert sich die sichtbare Farbe. Die Haut regeneriert sich und das Pigment stabilisiert sich schrittweise. Das endgültige Ergebnis sollte deshalb nicht unmittelbar nach der Behandlung beurteilt werden.

Nachbehandlung

Nach vollständiger Abheilung wird beurteilt, wie gleichmässig das Pigment angenommen wurde.

Je nach Haut, Region und Behandlung kann eine weitere Sitzung sinnvoll sein, um Farbe oder einzelne Bereiche anzupassen. Gerade bei medizinischer Pigmentierung kann ein schrittweises Vorgehen sinnvoller sein als eine zu intensive erste Behandlung. Pigment lässt sich leichter ergänzen als ein zu intensives Ergebnis wieder zu reduzieren.

Wie lange hält die Pigmentierung?

Permanent Make-up und medizinische Pigmentierungen verändern sich im Laufe der Zeit.

Pigmente können allmählich verblassen oder ihren sichtbaren Farbton verändern. Wie schnell dies geschieht, hängt unter anderem von Hauttyp, Region, verwendeten Pigmenten, Stoffwechsel, Sonneneinstrahlung und individuellen Faktoren ab. Der Begriff Permanent Make-up bedeutet deshalb nicht, dass Farbe und Intensität dauerhaft unverändert bleiben. Auffrischungen können im Verlauf sinnvoll sein.

Sonne & Pigmentierung

UV-Strahlung kann das Erscheinungsbild von Pigmentierungen beeinflussen und langfristig zu Farbveränderungen beitragen.

Während der Heilungsphase sollte die behandelte Region besonders sorgfältig vor Sonne geschützt werden. Auch langfristig ist ein konsequenter Sonnenschutz sinnvoll, insbesondere bei exponierten Regionen im Gesicht.

Pigmentierung oder Laser?

Pigment hinzuzufügen und Pigment zu entfernen sind grundsätzlich unterschiedliche Behandlungsziele.

Bei Permanent Make-up & Medizinischer Pigmentierung wird gezielt Farbe eingebracht, um Konturen zu betonen oder fehlende Pigmentierung optisch auszugleichen. Bei der Tattoo & PMU Entfernung wird künstlich eingebrachtes Pigment dagegen schrittweise reduziert. Natürliche Pigmentierungen & Pigmentflecken benötigen wiederum eine andere Beurteilung, etwa im Rahmen eines Laser Skin Resurfacing, Chemical Peels oder der Medizinischen Kosmetik. Deshalb muss zunächst geklärt werden, ob Pigment ergänzt, reduziert oder eine bestehende Hautveränderung behandelt werden soll.

Langfristiges Ergebnis

Eine Pigmentierung verändert sich gemeinsam mit der Haut.

Alterungsprozesse, Sonneneinstrahlung, Veränderungen der Gesichtszüge oder weitere Operationen können langfristig beeinflussen, wie Form und Farbe wahrgenommen werden. Deshalb sollte eine Pigmentierung möglichst zurückhaltend und anatomisch orientiert geplant werden. Das gilt besonders für ästhetisches Permanent Make-up.

Das Ziel ist nicht, eine neue Kontur auf die Haut zu zeichnen. Es geht darum, vorhandene Strukturen zu unterstützen oder fehlende Pigmentierung möglichst selbstverständlich zu ergänzen.

Beratung

Im persönlichen Beratungsgespräch in der Clinic Selnau in Zürich beurteilen wir die zu behandelnde Region, Hautzustand, natürliche Pigmentierung und das gewünschte Ergebnis.

Für Permanent Make-up besprechen wir Form, Farbe und Intensität und berücksichtigen die vorhandenen Gesichtszüge. Bei medizinischer Pigmentierung beurteilen wir zusätzlich Narben, vorausgegangene Operationen und die Beschaffenheit des veränderten Gewebes.

Besteht bereits Permanent Make-up, prüfen wir, ob eine direkte Korrektur möglich ist oder ob zunächst eine Tattoo & PMU Entfernung sinnvoll wäre. Bei strukturellen Narben, relevanten Rötungen oder natürlichen Pigmentveränderungen kann zusätzlich eine Behandlung aus dem Bereich Haut & Laser geeigneter sein.

Ziel ist keine möglichst sichtbare Pigmentierung. Es geht um ein Ergebnis, das sich in Farbe, Form und Proportion möglichst selbstverständlich in die vorhandene Anatomie einfügt.

Medizinisch geprüft

Diese Seite wurde von Dr. med. Simon Zimmermann, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, geprüft und freigegeben. Die Inhalte entsprechen aktuellen klinischen Standards.

Clinic Selnau — Zürich, Switzerland